Welcome Winter

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen und wir möchten euch auf einige Dinge aufmerksam machen, die ihr in der kalten Jahreszeit beachten solltet:

Viele Früchte des Herbstes wie z.B. Kastanien, Eicheln oder Walnüsse wirken für einige Hunde besonders anziehend. Sollten hiervon zuviele gefressen werden, kann es zu Verdauungsstörungen wie z.B. Erbrechen und Durchfall kommen. Die Walnüsse in der Schale (also wie vom Baum gefallen) können sogar so giftig sein, dass sie für einen Hund tödlich sein können Aber auch schon eine einzige unzerkaute Frucht kann zu einem Darmverschluss führen. Das Leben des Hundes kann in diesen Fällen nur durch eine Operation gerettet werden. Wir empfehlen daher, die Bollis erst gar nicht mit diesen Früchten spielen zu lassen.

In der dunklen Jahreszeit sind wir mit unseren Hunden beim Spaziergang immer schlecht erkennbar. Helle und reflektierende Accessoires, die es inzwischen in vielen Ausführungen gibt, bedeuten daher zusätzliche Sicherheit für Hund und Halter.

Durch Unterkühlung kann es unter anderem auch zu Blasenentzündung und/oder Nierenentzündung kommen. Bei Temperaturen unter 5 Grad sind mehrere kleine Spaziergänge am Tag besser als ein langer. Der Bauch des Bolonka befindet sich, aufgrund seiner geringen Größe, zwangsläufig immer in Bodennähe. Somit ist der Bolonka nicht nur der Luft- sondern auch der Bodenkälte ausgesetzt. 
Ein kleiner Plausch mit anderen Hundehaltern ist ja bei vielen Spaziergängen völlig normal. Im Winter sollte dieser möglichst kurz gehalten oder ganz unterlassen werden. Der Bolli hält sich durch die Bewegung warm, bleibt man stehen, kühlen die Hunde schnell aus. Auch die Temperaturen im nicht geheizten Auto werden oftmals unterschätzt. Genau so schnell, wie sich ein Auto im Sommer aufheizt, kühlt es bei Minusgraden auch aus. Also den Hund, auch im Winter, nicht lange alleine im Auto lassen! 

Immer wieder ist auch das Mäntelchen für den Bolli ein Thema. Dieses sollte nicht nur bei den Kleinrassen bedacht werden. Jeder Hund ist anders und es gibt große, wie auch kleine Hunde die schnell frieren. Es ist vom Hund selbst und natürlich von der Temperatur und der Dauer des Aufenthalts im Freien abhängig, ob Kleidung nötig ist oder nicht. So fangen einige schon bei (geschätzten) 15°C nach kurzer Zeit das Zittern an, trotz Unterwolle. Andere haben selbst bei Minusgraden - ohne Mantel - Spaß draußen und wollen am liebsten stundenlang durch den Schnee toben, ohne zu frieren. Sollte der Hund zum Frieren neigen, ist auf jeden Fall ein Mantel von Vorteil. Bei Schnee und Regenwetter eher Mäntelchen aus wasserabweisenden Stoffen verwenden. Sollte die Kleidung des Hundes nass werden ist dieses eher kontraproduktiv und der Hund kann sich erkälten. 

Beim Spaziergang sollte auf den Untergrund geachtet werden. Besser dort spazieren gehen, wo nicht mit Salz gestreut wird. Hunde bekommen das Streusalz zwischen die Ballenpolster der Pfoten und das ätzende Salz brennt in den Zwischenzehenspalten. Diese Wunden entzünden sich im Normalfall nicht, sind akut jedoch äußerst schmerzhaft. Das Salz der Städte und Gemeinden ist sogar noch aggressiver als das des Privatmanns. Oft kann man dem ganzen Salz aber nicht ausweichen und so ist eventuell ratsam, vor dem Spaziergang die Pfoten mit Melkfett oder Vaseline einzucremen und nach dem Spaziergang die Pfoten abzuwaschen, um anschließend Pfotenpflege oder -Balsam zu verwenden. Besonders im Winter ist es extrem wichtig, die Haare zwischen den Ballen kurzzuhalten.

Man sollte den Hund grundsätzlich davon abhalten Schnee zu fressen, zuviel davon kann zu Magenproblemen führen. Auch zugefrorene Gewässer bergen Gefahren für unser Lieblinge. Einbruchgefahr oder auch das Ausrutschen auf glattem Eis, welches zu Verletzungen führen kann.

Bei feuchtem Schnee bilden sich bei Langhaarrassen oft Schneekugeln an ihren Pfoten (bei stark tobenden Hunden auch überall). Diese kann man später im Haus durch, abduschen mit lauwarmen Wasser, leicht entfernen. Danach den Hund fönen, um auch hier eine Erkältung zu vermeiden.

Auch unsere Vierbeiner haben ein Problem mit ständigem Wechsel von warmer und kalter Luft. Dieses führt vermehrt zum Auftreten von Atemwegsinfektionen. Das Austrocknen der Schleimhäute wird durch die Heizungsluft zusätzlich gefördert. Ein ständiges Auf- und Abdrehen der Heizung sollte vermieden werden.

Und hier noch ein zusäztlicher Tipp für unsere älteren Vierbeiner:
Das feucht-kalte Wetter führt dazu, dass sich Arthrosebeschwerden verstärken. Bei den betroffenen Hunden sollten Spaziergänge auf jeden Fall kurz gehalten und der Schlafplatz vor Zugluft geschützt und warm gehalten werden. Wärmedecken, -betten oder Rotlichtlampen über dem Körbchen schaffen bei vielen Hunden deutliche Erleichterung.